Rehkitz verfängt sich in Drahtschlinge

In Dörverden (Landkreis Verden) ermittelt die Polizei wegen Jagdwilderei – Vorfälle werden auch aus Baden-Württemberg gemeldet.

Rehkitz

Symbolbild: Stefan Beling

Im niedersächsischen Dörverden treibt ein Wilderer sein Unwesen. Wie kreiszeitung.de berichtet, wurde am Silvestertag ein Rehkitz entdeckt, das mit dem Hals in eine Schlinge geraten war. Das Tier musste erlöst werden.

Jagdpächter Volker Brunotte fand das Kitz in der Dörverdener Marsch. Es hatte sich in Todesangst offenbar so in dem Draht verwickelt, dass sein Hals bis auf den Knochen eingeschnürt war. Der stellvertretende Kreisjägermeister Christian Meier berichtete gegenüber der Zeitung: „Das Klagen des Tieres war bereits in 300 Meter Entfernung zu hören.“ Das Kitz, das sich wie ein weinendes Kleinkind angehört habe, müsse schreckliche Schmerzen erlitten haben.

Die Jäger erstatteten, erschüttert über derartige Tierquälerei, Anzeige bei der Polizei. Es laufen Ermittlungen wegen Jagdwilderei und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Dem Bericht zufolge wollen die Jäger das Gebiet künftig stärker selbst kontrollieren und versteckte Wildkameras einsetzen.

Auch im baden-württembergischen Ludwigsburg ermittelt die Polizei derzeit wegen des Verdachts auf Jagdwilderei. Laut einem Bericht der Ludwigsburger Kreiszeitung wurden in der Region in den vergangenen Monaten zwei Rehe mit Schussverletzungen aufgefunden. Zudem habe sich ein verdächtiger Autofahrer aus dem Staub gemacht, um dadurch einer Kontrolle zu entgehen. Harald Starke, Leiter des Hegerings Lemberg, sagte der Zeitung, Wilderei sei „kein Kavaliersdelikt, sondern eine üble Sache“. Jägerschaft und Polizei bitten die Öffentlichkeit um Hinweise auf verdächtige Personen.

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!