Regisseur Luc Besson von Jägern verklagt

Weil Regisseur Luc Besson die Hirschjagd in seinem Wald nicht zulässt, verklagt ihn die örtliche Jägervereinigung auf Schadensersatz.

Ohne Jagddruck können es die Hirsche auf dem Anwesen von Regisseur Luc Besson ganz ruhig angehen lassen.

Ohne Jagddruck können es die Hirsche auf dem Anwesen von Regisseur Luc Besson ganz ruhig angehen lassen. (Symbolbild: Aimee Werkmeister)

Der durch Filme wie „Léon – Der Profi“ oder „Das fünfte Element“ international bekannte französische Regisseur Luc Besson wurde von einer französischen Jägervereinigung auf 130.000 Euro Schadensersatz verklagt. Der Grund: Besson verweigert die Jagdausübung auf seinem rund 160 Hektar großen Anwesen am Wald von Saint-Évroult, das etwa zu 50 Prozent mit Wald bestockt ist.

Besson sei deshalb für die Wildschäden in der näheren Umgebung mitverantwortlich. So lautet der Vorwurf der örtlichen Jägerschaft, berichtet die französische Agentur AFP. Die Population des Rotwildes, das sich im circa 8.000 Hektar umfassenden Gebiet des Waldes von Saint-Évroult aufhält, wird auf etwa 300 Tiere geschätzt.

Zum Prozessauftakt in Argentan, im westfranzösischen Departement Orne, erschien der 60-jährige Besson nicht persönlich. Er ließ sich durch seinen Anwalt sowie seine Mutter und seine Tochter vertreten. Der Anwalt der Jägervereinigung Charles Lagier stellt klar, dass es nicht um die Frage ginge, ob Besson die Hirschjagd auf seinem Grundstück zulasse oder nicht. Dies zu untersagen sei sein gutes Recht. Jedoch müsse er dann auch für die Schäden geradestehen, die daraus resultieren, dass die Abschussquote nicht eingehalten werden kann. Luc Bessons Anwalt führt dagegen an, es sei nicht nachzuweisen, dass gerade die Hirsche, die auf dem Anwesen des Regisseurs ihren Einstand haben, für die Schäden an Wald und Flur verantwortlich seien.

Im Vorfeld äußerte Besson gegenüber der Zeitung „Le Parisien“, dass seiner Ansicht nach die Jäger „aus der Zeit gefallen“ seien und ob sie allen Ernstes glaubten, dass er in unmittelbarer Nähe seines Hauses Hirsche schießen lassen werde und das vielleicht sogar vor den Augen seiner Kinder?

Die Urteilsverkündung wurde auf den 26. Dezember terminiert.

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