Promillegrenze für Jäger in der Schweiz?

Flinte an den Nagel hängen

Im Schweizer Kanton Graubünden gibt es ab dem kommenden Jahr doch keine Promillegrenze für Jäger. Wie blick.ch berichtet hatte, sollten bei der Ausübung der Jagd künftig die gleichen Blutalkoholgrenzen gelten wie für Autofahrer. Dafür habe der Große Rat in Chur die Weichen gestellt. Laut bauernzeitung.ch lehnte die Mehrheit des Kantonsparlaments die Einführung von Alkoholgrenzwerten jedoch heute ab.

Die vorgeschlagene Regelung ging auf eine Initiative des Vereins „Wildtierschutz Schweiz“ zurück, der sich für eine „naturverträgliche und ethische Jagd“ stark macht. Die Initiative erfuhr mit ihren Forderungen insgesamt wenig Gegenliebe. So berichtete srf.ch: „Nicht einmal die Linken unterstützten die von Tierschützern lancierte Initiative.“

Trotz der Diskussion um die Aufnahme der Promille-Regelung ins Jagdgesetz gebe es kein „akutes Alkoholproblem in der Jägerschaft“, sagte Regierungsrat Mario Cavigelli laut blick.ch. Jäger wollten schließlich nicht betrunken herumlaufen, sondern auf der Jagd Beute machen. Cavigelli hatte sich dennoch dafür ausgesprochen, die Forderung der Initiative ins Gesetz aufzunehmen, da es „eine gesellschaftliche Erwartung“ gebe. Auf diese Art könne ein Zeichen gesetzt werden, sagte der Regierungsrat dem Bericht zufolge.

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