Peta zeigt Ferienaktion für Kinder an

Forelle

Symbolbild

Es klingt unglaublich, ist aber leider wahr. Die Tierrechtler von Peta haben einen neuen Fall für ihre Zwecke gefunden. Peta zeigte den Leiter einer Ferienpass-Aktion für Kinder in Osnabrück an, meldet die Neue Osnabrücker Zeitung. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Die Kinder waren mit dem Mitarbeiter eines Angelgeschäfts zu einem Angelausflug aufgebrochen. Selbstverständlich wurden von den Fängen der Kinder auch Fotos gemacht. Unter anderem daran stört sich Peta und hat deshalb nach eigenen Angaben eine Anzeige gestellt. Diese konnte vom zuständigen Staatsanwalt allerdings noch nicht bestätigt werden. Sie scheine „noch unterwegs zu sein“, sagte René von Münster. Aber nicht nur die Fotos mit den gefangenen Fischen stoßen Peta sauer auf. Ohne vor Ort gewesen zu sein, bezieht sich eine Sprecherin der Organisation, Tanja Breining, auf einen Artikel der Osnabrücker Zeitung über die Aktion. „Es hört sich so an, als ob den Kindern die Fische mitgegeben wurden – ob sie wollten oder nicht –, und die Fische anschließend vielleicht im Mülleimer gelandet sind“, sagt sie. Zwei Kinder seien in einem Bericht der Redaktion so zitiert worden, dass sie lieber Fischstäbchen als Forelle essen würden. Damit sei die Rechtfertigung des Nahrungserwerbs weggefallen, argumentiert Breining. „Es ist doch unklar, ob die Fische gegessen wurden.“ Außerdem lehne Peta es grundsätzlich ab, Kinder zur Gewalt zu erziehen.

Der Veranstalter der Ferienaktion, Alexander Specht, sieht der Anzeige gelassen entgegen. Die Kinder hätten den Fisch mit nach Hause nehmen können, um ihn dort zu essen. Sämtliche gefangene Forellen seien betäubt und getötet worden. „Und zwar so, wie man es machen muss. Und die Fische, mit denen die Kinder für ein Foto posiert haben, waren schon tot.“ Sie hätten folglich nicht länger gelitten als nötig.

Was jetzt aus der angeblichen Anzeige wird, ist noch unklar. Tanja Breining von Peta sieht auf jeden Fall gute Erfolgschancen. In der Vergangenheit hätte es schon Geldbußen von bis zu 6000 Euro gegeben. Diese Aussage zeigt, dass Peta solche Aktionen konsequent anzeigt und medial nutzt. Zuletzt sorgte der Fall von Fußballweltmeister Klaus Augenthaler für Schlagzeilen. Dieser hatte einen 2 Meter 20 großen Wels gefangen, ein Foto davon gemacht und ihn wieder freigelassen. Von Peta gab es dafür eine Strafanzeige. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist noch nicht klar, ob die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt. Der ehemalige Fußball-Profi macht sich bisher wenig Sorgen: „Dann muss das Gericht entscheiden, dass es in Deutschland und Europa keine Angler mehr geben darf“, sagte Augenthaler. Ein Wels dieser Größe sei auch gar nicht mehr genießbar.

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