„Perfide Falle“: Hochsitz an allen vier Pfählen angesägt

Hochsitz

Symbolbild: Dieter Hopf

Im Schweizer Kanton Bern haben Unbekannte alle vier Holzpfähle eines Hochsitzes durchtrennt. Nur mit Glück tappte ein 69-jähriger Jäger nicht in die „perfide Falle“, schreibt das Langenthaler Tagblatt.

An dem meterhohen und äußerst massiven Hochsitz nahe der Gemeinde Busswil bei Melchnau war erst vor Kurzem die Leiter gestohlen worden. Dass Jäger Hans Geissbühler jetzt nicht mitsamt der angesägten Konstruktion zu Boden stürzte, verdankt er dem Bericht zufolge einem Jagdkameraden, der die durchtrennten Pfähle am Wochenende entdeckt hatte. Hätte Geissbühler den Hochsitz in der Dämmerung bestiegen, wären ihm die gefährlichen Zerstörungen vermutlich nicht aufgefallen.

Gegenüber der Zeitung äußerte sich der Jäger betroffen. „Das ist kein Lausbubenstreich, das ist die Handschrift von Jagdgegnern“, sagte der 69-Jährige, der Anzeige gegen Unbekannt erstattet hat. Geissbühler vermutet, dass Jagdgegner bereits mit dem Diebstahl der Leiter ein Zeichen setzen wollten. Da der Hochsitz in äußerst unwegsamem Gelände liegt, dürften seiner Ansicht nach nur Ortskundige den genauen Ort kennen.

Laut dem Bericht sind Zerstörungen jagdlicher Einrichtung in den Kantonen der Schweiz keine Seltenheit. Mehrmals sollen dabei auch radikale Tierrechtler der „Animal Liberation Front“ (ALF) aktiv gewesen sein. Dass die ALF nicht vor Anschlägen zurückschreckt, können Sie hier und hier nachlesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!