Online-Petition gegen den Wolf

Die Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland schlägt hohe Wellen. Jetzt setzen sich Bürger auch in einer Online-Petition für eine Begrenzung der Wolfspopulation ein. 12.000 Stimmen sind das Ziel.

Wolf in der Landschaft

Foto: Kathy Büscher

Kaum ein Tier polarisiert die Menschen so wie der Wolf. Während die einen die Wiederansiedlung des geschützten Tieres befürworten, klagen Landwirte über Risse, teilweise mit erheblichen Verlusten (wir berichteten). Jetzt erhält die Diskussion eine neue Plattform. In einer Online-Petition fordern Bürger aus der sächsischen Gemeinde Ralbitz-Rosenthal und aus umliegenden Dörfern die Begrenzung der Wolfspopulation und, dass dahingehend die aktuelle Gesetzeslage geändert wird.

Immer öfter seien die Bewohner laut Petitionstext Wolfsbegegnungen am und auch im Dorf ausgesetzt. „Auch hier, in Caßlau, lässt sich der Wolf regelmäßig, etwa einmal in der Woche, blicken“, bestätigte Georg Lebsa, einer der Unterzeichner und Sprecher der Petition, gegenüber der Lausitzer Rundschau. 45 Wolfsangriffe auf Schafherden, davon zehn in den Gemeinden, mussten verzeichnet werden. Eine undifferenzierte Anwendung des europäischen Gesetzes zum Schutz des Wolfes als bedrohtes Tier sei für die Lausitzer Region nicht mehr anwendbar. Die Unterzeichner setzen sich für eine Bestandsreduktion ein, wie sie etwa in Schweden, Norwegen, Finnland oder der Slowakei bereits erfolgt. „Was beim Kormoran möglich war, ist beim Wolf dringend angezeigt. Das ist Ziel unseres Begehrens“, heißt es weiter. Wie die Bestandsreduktion geschaffen werden soll, ist aber unklar. „Dies müssen die Verantwortlichen in der Politik aushandeln“, sagte Georg Lebsa.

Die Online-Petition ist bereits der zweite Schritt. Am 19. Juni hatten die besorgten Bürger eine Petition im klassischen Sinne an den Bautzener Landrat übergeben. „In 900 kontaktierten Haushalten haben wir 874 Unterschriften erhalten“, sagte Lebsa. Da der Landrat in seinen Einflussmöglichkeiten begrenzt ist, wenden sich die Unterzeichner jetzt an den sächsischen Landtag. 12.000 Stimmen aus Sachsen müssen die Bürger zusammenkriegen. Bis zum 14. September ist dafür Zeit, den Link dazu gibt es hier.

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