Notzeit gemäß Landesjagdgesetz ausgerufen

Landesjagdverband Sachsen-Anhalt ruft Jägerinnen und Jäger zum Jagdschutz auf

Ein Sprung Rehe im Schnee (Foto: ramboldheiner)

Ein Sprung Rehe im Schnee (Foto: ramboldheiner)

Aufgrund der aktuellen Schneelage und der anhaltenden Kältewelle haben die Landkreise damit begonnen, die Notzeit gemäß Landesjagdgesetz auszurufen.

Nach Informationen des Landesjagdverbandes haben die Landkreise Harz, Mansfeld-Südharz und der Saalekreis von einer entsprechenden Regelung im Landesjagdgesetz bereits Gebrauch gemacht. Der LJV bittet daher alle Jägerinnen und Jäger in den betroffenen Regionen, in Abstimmung mit der zuständigen Jagdbehörde, durch die notwendigen Hegemaßnahmen, der Futternot und unnötigen Beunruhigung von Wildtieren unverzüglich entgegenzuwirken.

„Das Wild kann in der aktuellen Situation nicht ausreichend natürliche Äsung aufnehmen. Wir müssen daher zum Teil zufüttern und dürfen das Wild nicht unnötig beunruhigen“, sagt Dietmar Specht, Präsident des Landesjagdverbandes. Notwendig für diese Maßnahmen ist die Ausrufung einer Notzeit durch die jeweilige Jagdbehörde in den Landkreisen. Der Landesjagdverband empfiehlt in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung, dass Erholungssuchende auf den Wegen bleiben und einen großzügigen Abstand zu Wildtieren einhalten sollten. Es wird darüber hinaus geraten, Hunde angeleint zu führen.

Hintergrund
In Sachsen-Anhalt leiden Zurzeit fast alle Wildtiere, bis auf Tiere die Winterruhe halten, unter einer geschlossenen Schneedecke von über 20 cm und einer anhaltenden Kälteperiode. Besonders betroffen ist der Harz, mit Schneehöhen von circa einem halben Meter. Im Tiefland sind besonders Tiere des Offenlandes von der Nahrungsknappheit in Abhängigkeit von der Schneehöhe betroffen, zu nennen sind Hase, Rebhuhn, Fasan und Rehwild. Der Landesjagdverband rät daher den betroffenen Landkreisen zur Ausrufung einer Notzeit.

 

Quelle: Landesjagdverband Sachsen-Anhalt, 11. Februar 2021, Langenweddingen

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