Noch ein Kanton erlaubt Abschuss von „M75“

Appenzell Ausserrhoden schließt sich Graubünden, Tessin und St. Gallen an und gestattet die Entnahme eines auffälligen Wolfs.

Wolf

Symbolbild: cyberangel70

Als vierter Kanton in der Schweiz erlaubt Appenzell Ausserrhoden den Abschuss eines auffälligen Wolfes. Graubünden, Tessin und St. Gallen hatten – wie berichtet – bereits beschlossen, gegen das „M75“ genannte Tier vorzugehen, nachdem dieses innerhalb von vier Monaten offenbar mindestens 55 Schafe gerissen hat.

In einer Pressemitteilung des Kantons wird der Wolf als „schadenstiftend“ bezeichnet. Seit Beginn des Jahres soll er in mehreren Kantonen für eine große Zahl an Schafsrissen verantwortlich sein. Betroffen waren dabei betreute Herden, die sich auf elektrisch gesicherten Weiden und in der Nähe von Häusern befanden. Durch DNA-Analysen konnten die Risse eindeutig dem Wolfsrüden „M75“ zugeordnet werden.

Die Kantone erließen „infolge der eindeutigen Schadenslage“ und gestützt auf die eidgenössische Jagdverordnung eine Abschussverfügung für den Wolf. Aufgrund seines bisherigen Verhaltens sei von weiteren Rissen auszugehen. Durch seine häufigen und schnellen Wanderungen über größere Distanzen wäre auch ein plötzliches Wiederauftreten von „M75“ in Appenzell Ausserrhoden möglich. Um weiteren Schäden vorzubeugen, erlaube das Amt für Raum und Wald daher den Abschuss des Wolfs, heißt es in der Mitteilung des Kantons.

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