Niedersächsische Landesforsten führen Schießnachweis für Jagden ein

Wildschweine

Foto: Carol Scholz

Wer in Niedersachsen in den Wäldern der Landesforsten jagen will, muss ab diesem Oktober einen Schießnachweis vorlegen. So soll sichergestellt werden, dass tierschutzgerecht und erfolgreich gejagt wird. Die jagdlichen Verhältnisse in den Landeswäldern seien heute wesentlich anspruchsvoller, heißt es in einer Pressemitteilung. Vor allem der erfolgreiche Waldumbau zu mehr Mischwäldern mit flächendeckender Naturverjüngung fordere von den Schützen eine hohe Konzentration und sowie eine sichere und schnelle Schießtechnik. Der Schießnachweis muss mit Beginn der Drückjagden im Oktober vorgelegt werden.

Viele Forstbetriebe in Deutschland fordern diese Nachweise bereits und haben damit gute Erfahrungen gemacht. Getreu dem Motto: Übung macht den Meister! Grundsätzlich soll sichergestellt werden, dass auch Jäger, die nur unregelmäßig ihrer Passion nachgehen, sicher treffen und weder Tier noch Mensch gefährden. „Wer sein Gewehr vielleicht nur einmal im Jahr aus dem Tresor holt, sollte nicht erst während der Jagd merken, dass er Nachholbedarf hat“, sagte uns Dennis Glanz von den Niedersächsischen Landesforsten. „Wenn ich auf dem Schießstand merke, dass ich aus der Übung bin, gehe ich wahrscheinlich wieder öfter trainieren. Das sorgt bei der Jagd dann automatisch für mehr Sicherheit und das Wild wird tierschutzgerecht erlegt.“

Um den Nachweis zu erbringen, muss mindestens einmal im Jahr auf dem Schießstand trainiert werden. Folgende Möglichkeiten gibt es:
1. Fünf Schuss auf den laufenden Keiler – mindestens zwei Treffer müssen im 5er-Ring sein.
2. 20 Schuss auf den laufenden Keiler oder im Schießkino – ohne Wertung.

Beide Übungen müssen jeweils mit einem hochwildtauglichen Kaliber absolviert werden. Den Nachweis bescheinigt anschließend der Standbetreiber (wir berichteten).

In den Niedersächsischen Landesforsten jagen rund 2500 Jäger pro Jahr und erlegen dabei rund 30.000 Stücke Wild. Etwa 75 Prozent sind private Jägerinnen und Jäger, die im Rahmen von Jagderlaubnisscheinen, Verpachtungen oder bei Bewegungsjagden jagen.

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