Foto: Dieter Hopf

Wölfe waren 2015 doppelt so hungrig wie im Vorjahr

Die Zahl der nachweislich von Wölfen getöteten Nutztiere in Niedersachsen hat sich von 2014 auf 2015 mehr als verdoppelt. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf eine Statistik des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Demnach stieg die Zahl von 80 Rissen im Jahr 2014 auf insgesamt 167 an. Seit Beginn des Jahres 2016 habe die Behörde bislang 43 durch Wölfe verursachte Todesfälle registriert. Zahlreiche Risse seien aber noch nicht ausgewertet. Laut dem Zeitungsbericht stieg die Gesamtzahl der gerissenen Nutztiere seit der Rückkehr des Raubtieres nach Niedersachsen auf 400. 

Der NLWKN begründete die Entwicklung mit der wachsenden Anzahl der Wölfe im Land: „Insbesondere, wenn Wölfe sich weiter in Gebiete ausbreiten, in denen der Herdenschutz noch nicht flächendeckend verbreitet ist, ist dort in der Regel mit einem Anstieg der Risszahlen zu rechnen.“

Mittlerweile leben nach Angaben der Behörde 50 bis 70 Wölfe in Niedersachsen. Zuletzt hatten eine Wölfin, die auf einem Truppenübungsplatz in Munster tot aufgefunden wurde (wir berichteten), und ein als „Kurti“ bekannt gewordenes Jungtier in Niedersachsen für Aufsehen gesorgt (wir berichteten).

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