Nandus in Mecklenburg-Vorpommern werden bejagt

Erstmals seit ihrer Ansiedlung vor rund 20 Jahren wurden in Mecklenburg-Vorpommern 17 Nandus geschossen. Mit dieser Erlaubnis reagiert das Landwirtschaftsministerium auf die hohen Wildschäden, die die Laufvögel verursachen.

Nandu auf der Lauer

Foto: Stefan Weber

Zwischen 1999 und 2001 gelang einigen Tieren die Flucht aus einem Gehege bei Lübeck. Anschließend siedelten sich die Nandus, Laufvögel, die ursprünglich aus Südamerika stammen, in der Region rund um den Ratzeburger See an – und sorgen seitdem für Kopfzerbrechen bei den örtlichen Landwirten aufgrund ihres großen Hungers (wir berichteten). Nun werden die Vögel bejagt: Laut NDR haben zwei Landwirte eine Abschussgenehmigung erhalten. Zwischen Januar und März wurden bereits 17 Nandus erlegt, weitere 50 sollen im laufenden Jahr folgen.

Die Maßnahme wird durch ein Monitoring begleitet, bei dem die erlegten Vögel untersucht werden. Einige der lebenden Tiere werden zudem mit GPS-Sendern ausgestattet. Insgesamt sollen so Informationen über das Fraß- und Raumnutzungsverhalten gewonnen werden, die einer endgültigen Entscheidung über eine reguläre Bejagung dienen, so der zuständige Minister Till Backhaus (SPD). Ob es dazu kommen wird, ist aber auch von der rückläufigen Bestandsentwicklung abhängig: Wurden im Vorjahr ganze 566 Nandus gezählt, sind es bei der Frühjahrszählung 2019 nur noch 362 Vögel. Die Gründe für diesen Rückgang sind nicht bekannt.

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