NABU-Funktionär verteidigt Wolfsabschüsse

Niedersachsens Entnahme-Politik sorgt für Diskussionen: Jäger-Bashing kontraproduktiv

Ein ziehender Wolf (Symbolbild: Petr_Elvis)

Ein ziehender Wolf (Symbolbild: Petr_Elvis)

Wutausbrüche in der Pro-Wolf-Szene: Ausgerechnet der NABU-Chef der niedersächsischen Stadt Peine hat im Zeitungsinterview den Abschuss von Problemwölfen befürwortet. Dass der Mann Jäger ist, kommt aus Sicht der Kritiker erschwerend hinzu.

NABU-Dissident Uwe Schmidt sagte der Peiner Allgemeinen deutliche Worte. Dass Deutschland mittlerweile die höchste Wolfsdichte Europas habe. Dass die Raubtiere „erst mal an die Nutztiere“ gehen. Weil sie einem Reh „kilometerweit hinterherlaufen“ müssten. Und dass nicht jeder Lebensraum für die Ansiedlung von Wölfen passe. 

Die Entnahme von Problemwölfen sorgt in Niedersachsen für spannende Koalitionen: Während SPD-Umweltminister Olaf Lies Anfeindungen durch seine Länder-Kollegen von den Grünen beklagt, gibt es auch Zuspruch aus Teilen der Öko-Szene. Aber nur selten so offen wie vom Peiner NABU-Vorsitzenden. 

Uwe Schmidt legt aber auch den Finger in eine Wunde der amtlichen Wolfsentnahme. Die daran beteiligten Schützen – in der Regel Landesbedienstete – fehle oft die Erfahrung. Auch das führt wohl zu den von Wolfsfreunden beklagten Fehlabschüssen.

Nur: Gerade die „Androhungen und Anfeindungen“ aus dieser Szene sorgen dafür, dass erfahrene, ortskundige Jäger die Mitwirkung verweigern.

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