Mit dem NABU auf Gänsejagd

Die von der EU als invasive Art eingestufte Nilgans breitet sich rasant in Deutschland aus.

Nilgänse

Foto: Ronile

Nilgänse haben sich in den letzten Jahren fast flächendeckend ausgebreitet – klagt der Deutsche Jagdverband – und verdrängen andere, seltene Wasservögel.

Für Jäger die größte Überraschung: Lars Lachmann, Vogelkundler beim NABU, sagte zur Deutschen Presseagentur: „Aus Sicht des Naturschutzes wäre auch eine Freigabe der Nilgans zur Jagd in allen Bundesländern denkbar.“ Schließlich sei diese Gans eine „invasive Art“ und dafür bekannt, „dass sie in der Umgebung ihres Nestes andere Wasservögel vertreibt.“

Nun sind wir gespannt, ob es Herrn Lachmann ergeht wie den NABU-Ehrenamtlichen, die die verschärfte Bejagung der Waschbären verlangten, um seltene Kröten zu schützen. Sie wurden seinerzeit von der NABU-Zentrale umgehend zur Ordnung gerufen.

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Nilgans in Deutschland

Grafik: Grafik_DJV_Pressegrafik_Nilgans

Eine Bestandsreduzierung durch Bejagung ist weiterhin auch deshalb unumgänglich, da die Nilgans seit 2017 von der EU als invasive Art deklariert ist. Dies impliziert für die Bundesrepublik die Verpflichtung, die weitere Ausbreitung dieser Art zu verhindern. So verzeichnet der Deutsche Jagdverband immerhin über 20.700 erlegte Nilgänse im Jagdjahr 2016/17.

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