Milch

Milchpreise: Viel Kritik an Minister Schmidts „Pseudogipfel“

Die deutschen Milchbauern sollen angesichts dramatisch gesunkener Milchpreise jetzt mindestens 100 Millionen Euro an Soforthilfe erhalten. Das gab Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) laut br.de nach dem „Milchgipfel“ mit Vertretern von Bauern, Handel und Molkereien bekannt. Das Hilfspaket solle unter anderem Bürgschaften und steuerliche Entlastungen für Landwirte umfassen.

Dem Bericht zufolge bezeichnete der nicht zum „Gipfel“ eingeladene Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) die Pläne Schmidt als „völligen Quatsch“. Der BDM-Vorsitzende Romuald Schaber sagte zu der finanziellen Soforthilfe: „Das verpufft.“ Es sei ein Fehler, den Bauern einfach nur Geld zu zahlen und nicht das Problem der Milch-Überproduktion im Grundsatz anzugehen.

Als „Pseudogipfel“ bezeichnete Niedersachsens grüner Landwirtschaftsminister Christian Meyer laut einer Pressemitteilung das heutige Treffen. Schmidt trage so in keiner Weise zur Problemlösung bei und helfe den Bauern nicht. „Es ist zu viel Milch am Markt, die Menge muss runter, damit die Preise steigen“, sagte Meyer. Erforderlich seien also Förderungen, die zu einer Mengenreduzierung führen. „Aber Herr Schmidt verweigert sich und läuft stattdessen mit der Subventions-Gießkanne durch die Republik.“

Meyer nannte es zudem einen „Affront“, dass Minister Schmidt zu dem „Gipfel“ weder die betroffenen Milchbauernverbände noch die Agrarminister der Länder eingeladen habe.

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