Mecklenburg-Vorpommern genehmigt Schalldämpfer

Die Jagd mit Schalldämpfern ist in Mecklenburg-Vorpommern zulässig – vorausgesetzt natürlich, die Jagd wird mit schalenwildtauglichen Langwaffen ausgeübt.

Hochsitz

Foto: Dieter Hopf

Unabhängig davon, ob eine Hörschädigung vorliegt oder nicht, können Jäger in Mecklenburg-Vorpommern aus Gründen des Gesundheitsschutzes Schalldämpfer nutzen. Ein entsprechender Erlass sei durch den Innenminister Lorenz Caffier an die Waffenbehörde des Landes Mecklenburg-Vorpommern versandt worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. 

Laut Waffengesetz muss das persönliche Interesse des Jägers, die gesundheitliche Beeinträchtigung durch den Jagdlärm reduzieren zu wollen, nachgewiesen werden. Die Genehmigung erhielten Jäger bislang allerdings nur in Einzelfällen, wenn zum Beispiel bereits eine Vorschädigung des Gehörs vorlag. Durch den neuen Erlass sei grundsätzlich von einem persönlichen gesundheitsorientierten Interesse auszugehen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Notwendigkeit eines Schalldämpfers bei dem Gebrauch von schalenwildtauglichen Jagdlangwaffen muss zwar nachgewiesen werden. Erbracht sei der Nachweis aber schon durch die Eintragung im Jagdschein – womit die Jagdausübung beziehungsweise Jagderlaubnis bestätigt wird. Eine Bescheinigung des Arbeitgebers, die die regelmäßige Jagd bezeugt, ist beispielsweise bei Berufsjägern, Mitarbeitern kommunaler oder privater Forstverwaltungen sowie Bediensteten von Forstbehörden und Nationalparks erforderlich. 

„Entgegen der üblichen Darstellung in Hollywood-Filmen entsteht kein leises ‚Plopp’, wenn mit Schalldämpfern geschossen wird. Der Schussknall ist weiterhin deutlich zu hören, aber eben nicht mehr so extrem gesundheitsschädlich“, stellte Innenminister Lorenz Caffier klar. Durch die Neuregelung werde die Gesundheit, sowohl von Jägern als auch deren Jagdhunden, profitieren.

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