Schlafender Fuchs

Foto: Dieter Hopf

Luxemburgs Füchse: Niemand schießt sie, niemand zählt sie

Das Fuchsjagdverbot in Luxemburg, das sich im April erstmals jährt, erhitzt weiter die Gemüter. Wie L’essentiel berichtet, stritten Experten jetzt in einer Sitzung der Landwirtschaftskommission über die Verlängerung des Bejagungsverbots und eine mögliche Zählung der Füchse im Großherzogtum. 

Henri Kox von den luxemburgischen Grünen sagte dem Bericht zufolge, es gebe keine neuen Erkenntnisse, die eine Aufhebung des Fuchsjagdverbots rechtfertigen würden. Daher solle das Verbot am besten ein weiteres Jahr fortgeführt werden, um „bessere Erkenntnisse“ zu gewinnen. 

Martine Hansen von der Christlich Sozialen Volkspartei hielt dem entgegen: „Man hätte sagen können: Nach einem Jahr schauen wir, wie die Population aussieht – aber dafür hätte man erst einmal eine Bestandsaufnahme machen sollen.“ Genau das habe das Umweltministerium verpasst. 

Die Forderung nach einer Fuchszählung bezeichnete Dr. Laurent Schley, Direktor der Naturverwaltung, gegenüber L’essentiel als haltlos. „Über Jahre hinweg müsste abends ein genau definiertes Gebiet abgefahren werden und bei Scheinwerferlicht müssten Füchse gezählt werden, um eine eventuelle Veränderung festzustellen“, sagte Schley. Dies würde jedoch „eine Riesensumme von Haushaltsgeldern verschlingen“.

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