Niedersächsische Landesjägerschaft verurteilt den illegalen Abschuss eines Seeadlers aufs Schärfste

Foto: Dieter Hopf

Kurz nachdem ein geschossener Seeadler im Kreis Stade gefunden wurde, reagiert die Jägerschaft mit deutlichen Worten. „Die illegale Verfolgung von Greifvögeln ist alles andere als ein Kavaliersdelikt und wir distanzieren uns ausdrücklich und in aller Form von dieser Tat“, bringt es Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V., auf den Punkt. Er geht sogar noch weiter und kündigt Konsequenzen an: „Sollte sich bei den polizeilichen Ermittlungen herausstellen, dass es sich um einen Jäger und Mitglied unseres Verbandes handelt, hat er neben einer strafrechtlichen Verfolgung auch mit verbandsinternen Disziplinarmaßnahmen zu rechnen.“

Am Freitag hatte eine Vogelexpertin des Instituts für angewandte Biologie in Freiburg/Elbe den toten Adler in seinem Horst gefunden. Kurz danach wurde er von Peter Görke, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Adlerschutz Niedersachsen, geborgen. „Wir sind entsetzt und traurig, dass so etwas heute noch vorkommt. Bei 44 Seeadlerpaaren in Niedersachsen zählt jedes einzelne Individuum.“ Heute soll der Vogel zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung geschickt werden, wie CN-Online berichtet.

 2006 und 2007 wurden in der näheren Umgebung des jetzigen Fundorts vier tote Seeadler entdeckt. Alle wurden vergiftet, sagte ein Sprecher des Kreises gegenüber Outfox-World. Ein Täter konnte nie ermittelt werden. Der Seeadler gehört zu den streng geschützten Vogelarten in Deutschland und Europa. Ihn zu jagen, ist eine Straftat und kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.

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