Wolf

Foto: Dieter Hopf

Linken-Politiker fordert Bestandsobergrenzen für Wölfe

Angesichts der erneuten Überfälle von Wölfen auf Schafbestände in Mecklenburg-Vorpommern fordert der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, das Wolfsmanagement auszubauen und personell aufzustocken. „Nicht zuletzt müssen sich Vertreter aus Politik und Wissenschaft mit den Nutztierhaltern darüber verständigen, welche Bestandsobergrenze für die jeweilige Region verträglich ist“, erklärte Tack in einer Pressemitteilung.

Zum wiederholten Mal verlangte Tack, die gesamte Fläche des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Wolfsgebiet zu erklären. In der Folge würden laut Tack die finanziellen Hilfen für betroffene Nutztierhalter aufgestockt. Damit hätten die Nutztierhalter, vor allem die Schafhalter, mehr Sicherheit.

Unterdessen hat es in Nordrhein-Westfalen den vierten Nachweis eines Wolfs seit dem Jahr 2009 gegeben. Das Landesumweltministerium bestätigte, dass im Kreis Lippe am Wochenende ein Wolf auf Videoaufnahmen festgehalten wurde, verschwieg dabei jedoch die konkreten Umstände – nämlich, dass das Tier mehrere Zwergziegen attackierte, zwei von ihnen tötete und einen Bock derart schwer verletzte, dass dieser eingeschläfert werden musste. „Dem betroffenen Landwirt werden die vom Wolf gerissenen Ziegen entschädigt“, heißt es in der Mitteilung lediglich.

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