Legale Taubenjagd erhitzt die Gemüter

Im westfälischen Münster muss sich ein Landwirt für eine völlig legitime Schwarmjagd auf Tauben rechtfertigen.

Taubenschwarm

Symbolbild: MAKY_OREL

Weil Jäger und Landwirt Georg Schulze Dieckhoff aus dem westfälischen Münster seine Ernte schützte, indem er 40 Tauben erlegte, wird er zur Zielscheibe von Tierschützern und Medien. Wie topagrar.com berichtete, hatte die Tierschützerin Anke Voß den Landwirt daraufhin beim Ordnungsamt angeschwärzt. Die Münsteranerin, die Medienberichten zufolge Wildtiere wie Eichhörnchen aufpäppelt, hält die Aktion für „blanke Tierquälerei“.

Mittlerweile hat Schulze Dieckhoff Post vom Ordnungsamt erhalten: Die Untere Jagdbehörde bestätigt, dass die Schwarmjagd völlig legal war. „Zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen ist die Schonzeit in Münster für Ringeltauben zwischen Juni und Oktober aufgehoben. Die Jagd auf gefährdeten Flächen ist möglich, wenn ein ganzer Schwarm über den Acker herfällt“, heißt es in dem Amtsblatt.

Landwirt Schulze Dieckhoff erklärte gegenüber der Behörde, dass es sich um Taubenschwärme mit 400 bis 500 Tieren gehandelt habe. „Die Tauben setzten sich auf das Getreide, das unter dem Starkregen schon genug gelitten hat. Sie drückten es zu Boden, fraßen die Körner und verkoteten das gesamte Areal. Wir können dieses Getreide nicht mehr ernten und als Tierfutter nutzen“, wird Schulze Dieckhoff zitiert.

Daher habe er sich für eine Schwarmjagd entschieden. Drei Stunden sei er mit ausgebildeten Hunden auf der Jagd gewesen, um 40 Tiere auf seinen Getreidefeldern zu erlegen. Einige von ihnen wurden „für ein leckeres Süppchen“ auf dem Hof weiterverwertet.

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