„Küken-Killer“ von Offenbach wird umgesiedelt

Ein gefräßiger Wels sorgt seit einem knappen Jahr in Offenbach für Aufsehen. Mittlerweile ist sein Gewässer leer gefressen, sodass der Raubfisch auch schon Entenküken attackiert hat. Jetzt wurde eine Lösung für das Problemtier gefunden.

Angler am Gewässer

Symbolbild: JerzyGorecki

Einen ganzen Teich leer zu fressen ist selbst für einen Wels eine stramme Leistung. Im hessischen Offenbach hat ein Raubfisch sich damit aber nicht zufrieden gegeben. Das Tier attackierte selbst Entenküken – teilweise von Arten unter Naturschutz (wir berichteten). Die Stadtverwaltung widmet sich auch deswegen nun dem „Problemwels“, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Um das Gewässer im Dreieichpark zu entlasten, wurden diverse Lösungen diskutiert. Naheliegend seien Fang und Tötung des Fisches gewesen, was allerdings vehementen Widerspruch von Tierrechtlern hervorrief. Alternativ wurde eine Umsiedlung vorgeschlagen.

Auf diese Variante einigte man sich schließlich: Der Wels, von den einen liebevoll „Walli“ genannt, von anderen „Küken-Killer“, soll nun endgültig umgesiedelt werden. Das circa 1,5 Meter große Tier werde durch einen Berufsfischer fachgerecht gefangen, berichtet op-online. Anschließend stehe eine Untersuchung durch einen Tiermediziner auf dem Programm, um sicherzustellen, dass der Fisch keine ansteckenden Krankheiten habe. Letztlich werde „Walli“ in ein privates Gewässer überführt. Die Sprecherin der Stadt verriet: „Der Fisch bleibt in Hessen“, betonte aber, dass der Eigentümer des Teiches keinen Presserummel wünsche. Wichtig war den Akteuren, dass der neue Lebensraum dem Wels keine Flucht ermöglicht. Als nichtheimische Art dürfe er nicht einfach ausgesetzt werden, wenn die Gefahr bestehe, dass das Tier in andere Gewässer abwandern könne. Diese Gefahr werde mit dem jetzt verfügbaren Teich unterbunden.

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