Kreis bittet Jäger um intensivere Fuchsjagd

Im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh sind die Jäger aufgefordert, Füchse zum Schutz des Niederwilds deutlich stärker zu bejagen.

Fuchs

Foto: Karl-Heinz Fritschek

Im gesamten Kreis Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) ist jetzt die Jagd auf den Fuchs im Kunstbau innerhalb der regulären Jagdzeit erlaubt. Die Kreisverwaltung bat die Jägerschaft ausdrücklich, Füchse angesichts der „angespannten Situation“ beim Niederwild stärker zu bejagen. Dabei sollten neben der Jagd an Kunstbauten auch andere Jagdmethoden genutzt werden.

Die Freigabe der Fuchsbejagung geht zurück auf eine Empfehlung der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung in Bonn. Diese hatte dem nordrhein-westfälischen Umweltministerium geraten, das Verbot der Baujagd zurückzunehmen und diese Jagdmethode auf das ganze Land NRW auszuweiten (wir berichteten). Der Hauptgrund für das Ja zur Baujagd ist der enorme Rückgang heimischer Arten wie Feldhase, Fasan und Rebhuhn bei einem zugleich starken Anstieg der Fuchspopulationen. „Um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken, soll auch die Jagd mit dem Hund auf den Fuchs im Kunstbau wieder erlaubt werden“, heißt es in der Mitteilung des Kreises Gütersloh. Revierpächter beziehungsweise Eigenjagdbesitzer in der Region hätten aktuell rund 340 solcher Bauten geschaffen. 

Der Kreis forderte die Jäger zudem auf, auch anderes Raubwild wie Marder und Waschbären intensiv zu bejagen, um bedrohte Arten zu schützen.

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