Kommissar Keiler und das Kokain

Wildschweine halfen der italienischen Polizei bei der Festnahme von Drogenhändlern.

Ein Keiler beim Brechen im Waldboden.

Ein Keiler beim Brechen im Waldboden. (Foto: rcvd)

Dem hervorragenden Geruchssinn von Wildschweinen verdankt die italienische Polizei, dass eine Bande von Drogendealern in den Provinzen Siena und Arezzo verhaftet werden konnte: Drei albanische Staatsbürger und ein Italiener hatten ein Netzwerk von Drogendealern in den Gebieten Valdichiana Senese und Aretina sowie im Gebiet der „Crete Senesi“ aufgebaut, berichtet die italienische Zeitung „Il Tirenno“.

Die vier Kriminellen vertrieben jeden Monat rund zwei Kilogramm Kokain mit einem Reinheitsgrad von 80 bis 85 Prozent und kassierten dabei zwischen 80 und 100 Euro pro Gramm des weißen Pulvers. Ans Licht kamen die illegalen Machenschaften der Dealer, die zu zwei Verhaftungen und zur Verhängung von zwei Hausarresten führten, aufgrund mehrerer Zufälle.

Die Männer versteckten ihr Kokain, wasserdicht verschlossen in Gläsern, im Waldboden. Wildschweine gruben einige davon bei der Nahrungssuche aus und zerbrachen sie, sodass die Dealer das Kokain über den Waldboden verstreut vorfanden. Einer der Männer beschwerte sich am Telefon über den so entstandenen Schaden von rund 20.000 Euro bei seinem Komplizen. Die Codewörter für das Kokain seien dabei z. B. Aperitif, Prosecco, Wein, Kaffee oder Snack gewesen.

Da die Polizei im Zuge des Mordes an einem 21-jährigen Albaner die Telefongespräche der Gruppe, richterlich genehmigt, abhörte, führte sie dies auf die Spur der Männer, die dann letztendlich auch verhaftet wurden.

Ob die Polizisten den Wildschweinen als kleines Dankeschön eine Portion Mais in den Wald brachten, ist nicht bekannt.

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