Kommando zurück für die Kamikaze-Ziegenfresser

Dingo

In Australien ist ein skurriles Projekt gestoppt worden, mit dem gefräßige Ziegen bekämpft werden sollten. Auf der Insel Pelorus im Great Barrier Reef waren Dingos ausgesetzt worden, um der Ziegenplage Herr zu werden und so die Fraßschäden an Regelwaldpflanzen einzudämmen (wir berichteten). Wie die "Allgemeine Laber-Zeitung" berichtet, veranlasste Queenslands Umweltminister Steven Miles, dass alle Dingos wieder von der Insel geholt werden.

Als Begründung für diese Entscheidung gab der Minister an, die Dingos könnten selbst zu einer Plage werden und seltene Vogelarten wie etwa den Rifftriel auf der Insel bedrohen. Bei der Planung des Projekts war durchaus daran gedacht worden, die Ziegenfresser nach erledigter Mission selbst unschädlich zu machen. Den Dingos waren Giftkapseln implantiert worden, durch die sie innerhalb von zwei Jahren verenden sollten. Ben Allen, Wildtier-Ökologe an der Universität von Southern Queensland, hatte von "kleinen Zeitbomben" gesprochen. Tierschützer kritisierten das Projekt als "ausgesprochene Quälerei".

Wie der Kampf gegen die Ziegen auf Pelorus nun fortgesetzt werden soll, verrät der Zeitungsbericht nicht. 

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