„Katastrophe für die gesamte Imagearbeit der Jäger“

Fasan

Symbolbild: Johanna Licht

Zwischenfall im österreichischen Burgenland: Wegen eines Protestes gegen eine Jagd hat ein Jäger offenbar eine Aktivistin des „Vereins gegen Tierfabriken“ (VGT) attackiert. Die Seite heute.at veröffentlichte ein Video des Vorfalls und berichtete, der Mann habe auf eine VGT-Demonstrantin eingeschlagen, sodass diese im Krankenhaus behandelt werden musste. 

Die Aktivisten behaupteten in einer Pressemitteilung, ein „Mann in Grün“ habe zuerst zwei filmende Tierschützer angegriffen, „um dann einer Frau mit voller Kraft mehrmals auf den Kopf zu schlagen“. Deutlich zu erkennen ist in dem Video nur, wie ein Schlag in Richtung Kamera erfolgt. Der für Anzeigen, Provokationen und Jagdstörungen bekannte Verein schreibt weiter, im Burgenland seien eigens 1000 Zuchtfasane ausgesetzt worden, um gleich darauf getötet zu werden. VGT-Mitglieder hätten versucht, „dieses völlig absurde Verhalten geistig offenbar verarmter Individuen zu dokumentieren“. 

In jagdlichen Facebook-Gruppen sorgten sowohl der Übergriff des Jägers als auch die offenbar angewandte Jagdmethode für heftige Reaktionen. „Eine Katastrophe für die gesamte Imagearbeit der Jäger“, schrieb ein Nutzer. „Wie kann man denn auf diese Leute losgehen?“, fragte eine weitere Nutzerin. Es wisse wirklich jedes Kind, dass solche Tierrechtsaktivisten nur darauf warten, so etwas zu dokumentieren und zu veröffentlichen.

Dass der VGT auch mit seiner Erklärung verhöhnen und provozieren will, wird an Formulierungen wie „infantile Abschießbelustigungen“ mehr als deutlich. VGT-Obmann Martin Balluch, der laut der Pressemitteilung von einem Mitglied der Jagdgesellschaft im Burgenland mit dem Tode bedroht wurde, war im Juli beim Staatsanwalt mit dem Mordvorwurf gegen einen Jäger gescheitert (wir berichteten). Vor knapp zehn Jahren machte Balluch auf sich aufmerksam, als er einen Affen zur Rechtsperson erklären lassen wollte.

Hier geht es zum Video auf heute.at.

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