Junger Landwirt macht seinem Ärger Luft: „Über keinen Beruf wird so schlecht geredet“

Landwirtschaft

Jasper Becker hätte nicht gedacht, dass er es in seinem Traumjob so schwer haben würde. Der 22-Jährige ist Landwirt und spürbar genervt. Denn: „Leute, die offensichtlich keine Ahnung von unserem Beruf haben, schreiben uns vor, wie wir ihn zu machen haben.“ Ähnliche Ansätze können auch im Bezug auf die Jägerschaft täglich in den sozialen Netzwerken beobachtet werden. Becker hat jetzt in einem Brief an den Agrarblogger „Bauer Willi“ seine Ideen geschildert, wie sich das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit verändern lässt.

„Uns Landwirten versuchen […] immer mehr Menschen unseren eigenen Beruf zu erklären“, beklagt der 22-Jährige sich. Diese Menschen bildeten sich ihre Meinung womöglich über die sozialen Medien. „Und da heißt es ja öfters auch schon mal, dass Glyphosat zweimal im Jahr auf der selben Fläche gespritzt wird“, schreibt Becker – ganz offenkundig in Anspielung auf ein kürzlich veröffentlichtes Video des Tierfilmers Andreas Kieling, das unter landwirtschaftlichen Experten für viel Ärger gesorgt hatte (wir berichteten).

Er kenne keinen anderen Beruf, über den so viele Menschen so schlecht reden wie über den des Landwirts, betont Jasper Becker. Dabei gelte: „Wir haben den Beruf gelernt, wir sind geschult, wir haben die Erfahrung mit solchen Mitteln.“

Der junge Landwirt berichtet auch von seinen positiven Erfahrungen bei der Aktion „Tag des offenen Hofes“ (wir berichteten) und plädiert dafür, nicht einfach mit Fakten zu erklären, warum etwas getan wird, sondern kontinuierlich den Dialog mit den Menschen zu suchen: „Nur wir können das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit verändern. Wir müssen den Menschen Dinge praktisch erklären, anhand praktischer Beispiele.“

Den gesamten Brief von Jasper Becker lesen Sie hier: Bitte klicken!

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