„Jedes Wildtier, das über die Brücke wechselt, steht nicht auf der Straße“

Wildbrücke

Symbolbild

Wildbrücken retten Leben – indem sie Tieren das Überqueren von Autobahnen ermöglichen und zugleich Autofahrer vor folgenschweren Kollisionen bewahren. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, haben in Brandenburg an der A9 bei Beelitz jetzt die Bauarbeiten für eine neue Grünbrücke begonnen.

4,5 Millionen Euro investiert der Bund dem Bericht zufolge in das Bauwerk. Die Brücke, die rund 60 Meter breit und mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt werden soll, könnte im September 2018 fertig gestellt sein. 

Zu möglicher Kritik an den Kosten für eine Brücke, die ausschließlich für Tiere errichtet wird, sagte die Leiterin der Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft beim Brandenburger Landesforstbetrieb, Kornelia Dobiáš: „Jedes Wildtier, das über die Brücke wechselt, steht nicht auf der Straße und ist damit keine Gefahr für Autofahrer mehr.“

Laut dem Zeitungsbericht soll eine Kamera dokumentieren, wie die neue Brücke ab 2018 genutzt wird. Die Videoüberwachung an einer Wildbrücke, die schon jetzt bei Niemegk über die A9 führt, belegt eine rege tierische Nutzung. Innerhalb von rund drei Jahren wurden dort 7386 querende Wildtiere registriert. In der Hitliste führt – so der Bericht – das Damwild vor Rehwild, Schwarzwild und Rotfüchsen.

Was geschieht, wenn Wildtiere nicht über Brücken, sondern über Straßen laufen, zeigte sich zuletzt bei einigen schweren Unfällen. So kam es in Schleswig-Holstein zu einer folgenreichen Kollision zwischen Auto und Wildschwein (wir berichteten). Im hessischen Lahn-Dill-Kreis verursachten Wildschweine sogar eine Massenkarambolage (wir berichteten).

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