Jäger erzielen Rekordstrecke bei Schwarzwild-Jagd

In einem Revier in Mecklenburg-Vorpommern erlegten Jäger an zwei Tagen mehr als 250 Wildschweine.

Wildschweine

Foto: Carol Scholz

Bei einer Jagd in Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt eine rekordverdächtige Zahl an Wildschweinen erlegt worden. Laut NDR kamen an zwei Tagen auf rund 3.000 Hektar Fläche mehr als 250 Stück Schwarzwild zur Strecke.

Im Revier Friedrichsmoor werden bei vergleichbaren Jagden üblicherweise nur halb so viele Wildschweine geschossen. Unter anderem führte nun der extreme Anstieg der Population zu diesem Rekord – die Zahl der beteiligten Jäger und die Größe der bejagten Fläche waren im Vergleich zu den Vorjahren gleich geblieben.

„So etwas habe ich in 22 Jahren nicht erlebt“, sagte Forstamtsleiter Christian Lange gegenüber dem NDR. In dem Revier sei sonst eine Strecke von rund 100 Tieren üblich gewesen. Auch aus anderen mecklenburg-vorpommerschen Forstämtern wurden dem Bericht zufolge gestiegene Abschusszahlen beim Schwarzwild gemeldet. Die starke Ausbreitung der Wildschweine sei vor allem auf milde Winter, ein reichhaltiges Angebot an Eicheln und Bucheckern sowie auf die große Zahl an Maisfeldern zurückzuführen, in denen die Schweine Deckung und Nahrung finden.

Erst kürzlich war bei einer revierübergreifenden Drückjagd in Mecklenburg-Vorpommern eine große Zahl an Sauen erlegt worden. Während das zuständige Landratsamt die Jagd befürwortete, um die ausufernden Wildschwein-Bestände zu reduzieren, erstattete die Tierrechtsorganisation Peta umgehend Strafanzeige gegen alle Teilnehmer der Jagd (wir berichteten).

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