Jagdsteuer in der Diskussion: Jäger dürfen auf Entlastung hoffen

Die CDU-Fraktion im Kreistag Hameln-Pyrmont verweist auf das Engagement der Jägerschaft – eine Entscheidung über ihren Antrag steht allerdings noch aus.

Geldscheine

Symbolbild: Letti-S

Um das Engagement der Jägerinnen und Jäger zu honorieren, hat die CDU-Fraktion im Kreistag Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) eine Abschaffung der Jagdsteuer beantragt. Gründe dafür seien vor allem, dass die Menschen Angst vor der Afrikanischen Schweinepest hätten, daher der Absatz für Wildschweinfleisch eingebrochen sei und nun die Jägerschaft auf den anfallenden Kosten sitzen bleibe.

Die Jäger beteiligten sich am Umweltschutz und entsorgten das Fallwild, betonte die CDU weiter in ihrem Antrag – und obendrein zahlten Jäger schon Pacht für ihre Reviere. „Im Gegensatz zu anderen anerkannten Naturschutzverbänden sind sie die einzigen, die Steuern zahlen müssen“, betonten die Christdemokraten.

Wie die Deister- und Weserzeitung berichtete, war der Antrag nun Thema im zuständigen Fachausschuss des Kreistags, wurde jedoch zunächst vertagt und an den Kreisausschuss übergeben. Die Summe, auf die der Kreis beim Erlass der Jagdsteuer verzichten würde, belaufe sich auf rund 60.000 Euro. In einigen niedersächsischen Landkreisen wurde die Jagdsteuer in jüngster Zeit bereits abgeschafft, um die Jägerschaft finanziell zu entlasten (wir berichteten hier und hier).

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