Jagdhunde mit der „Pseudowut“ infiziert

Die Aujeszkysche Krankheit ist bei zwei Jagdhunden in Rheinland-Pfalz ausgebrochen. Das Veterinäramt im Landkreis warnt vor der „Pseudowut“.

Irish Setter

Symbolfoto: dannaragrim

Erst vor Kurzem hatte das Umweltministerium im Saarland erschreckende Zahlen zu Wildschweinen vorgelegt, die positiv auf die Aujeszkysche Krankheit, die sogenannte „Pseudowut“, getestet wurden (wir berichteten). In einer Pressemitteilung warnt das Veterinäramt im rheinland-pfälzischen Landkreis Kusel nun ebenfalls eindringlich vor der Krankheit. Sie wird von Wildschweinen übertragen und kann zur tödlichen Gefahr für Hunde und Katzen werden.

So auch für zwei Jagdhunde aus dem Kreis Kusel. Diese waren mit dem Erreger infiziert worden, wie eine Analyse nun feststellte. Die Hunde hatten der Mitteilung zufolge direkten Kontakt zu infizierten Wildschweinen und zeigten deutliche Krankheitssymptome der Viruserkrankung.

Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich, für Hunde und Katzen verläuft sie jedoch in der Regel tödlich. Das Veterinäramt spricht daher eine Warnung an die Hunde- und Katzenhalter aus. Es empfiehlt, das Verfüttern von rohem Fleisch von Wild- und Hausschweinen zu vermeiden – dort liegt eine der Hauptinfektionsquellen. Auch sollten Hunde und Katzen Abstand zu Wildschweinen halten, dies gilt gerade für Jagdhunde bei erlegtem Schwarzwild.

Eine Impfung gegen die Krankheit gibt es zurzeit nicht. Daher sei es zudem empfehlenswert, auf die Symptome bei den Haustieren zu achten. Bei infizierten Hunden und Katzen sei der intensive Juckreiz am Kopf das deutlichste Merkmal.

Bisher sind keine Hausschweinbestände in Rheinland-Pfalz von der Aujeszkyschen Krankheit betroffen, dennoch sind Schweine- und auch Rinderhalter aufgefordert, die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Dies betrifft das Verbot, Speiseabfälle zu verfüttern, sowie die Vorgabe, die Tierhaltung von der Jagdausübung und der Forstwirtschaft zu trennen. Ein Ausbruch der Seuche bei den Tieren zöge auch erhebliche wirtschaftliche Schäden nach sich.

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