Jagdgesetznovelle stößt auf Ablehnung

Die Thüringer Jäger sollen ein neues Jagdgesetz bekommen. Auf dem Landesjägertag stießen die geplanten Änderungen nun auf vehementen Widerspruch. Für die Jäger sind insbesondere drei Punkte nicht haltbar.

Jäger auf Großdemo

Symbolbild: Redaktion

Auf dem diesjährigen Landesjägertag in Niederorschel haben sich die Thüringer Jäger geschlossen gegen das neue Jagdgesetz ausgesprochen, berichtet der MDR. Der Präsident des Landesjagdverbands Thüringen, Steffen Liebig, lehne den Entwurf ab, „weil keiner der im eineinhalbjährigen Diskussionsprozess ausgehandelten Konsensvorschläge mehr enthalten ist.“ Sein Vizepräsident Karl-Heinz Müller kritisierte das Gesetz als „jagd- und jägerfeindlich“ und kündigte öffentliche Demonstrationen an.

Der Landesjagdverband fürchte mehrere Einschränkungen des Entwurfs. So sei das Schonen von wildernden Hunden und Katzen „gefährlich“, da somit das Gleichgewicht in der Natur gestört werde. Gleiches gelte für den Wolf. Insbesondere „Problemwölfe“ müssten ins Jagdrecht aufgenommen werden. Auf technischer Seite kritisiert der Verband das angestrebte Verbot bleihaltiger Jagdmunition. Der Wechsel auf bleifreie Geschosse sei „illusorisch“, betont der Verband gegenüber der Thüringer Allgemeinen. Man fordere dafür eine bundeseinheitliche, längerfristige Übergangsregelung. Auch beim Thema Schalldämpfer geht den Delegierten der Entwurf nicht weit genug. Deren Zulassung nur für Berufsjäger sei nicht akzeptabel (wir berichteten).

In vielen Bundesländern wurden oder werden die jeweiligen Landesjagdgesetze novelliert (wir berichteten hier und hier). Die Änderungen stoßen bei den zuständigen Landesjagdverbänden häufig auf Kritik und münden nicht selten in lautstarken Protest auf der Straße.

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