Jagd wird immer beliebter

Die Anzahl neuer Jäger in Bayern ist auf einem Rekordhoch – ein Erfolg, der unter anderem aus der Reform der Jägerprüfung resultieren soll.

Jäger im Revier

Erstmals haben mehr als 2.000 Teilnehmer die Jägerprüfung in Bayern erfolgreich abgeschlossen – ein Rekordwert, wie Forstminister Helmut Brunner bestätigte. „Das anhaltend große Interesse an der Jagd ist sehr erfreulich. Denn um die wichtigen gesellschaftlichen Aufgaben auch künftig erfüllen zu können, brauchen wir engagierten Jägernachwuchs“, sagte er in einer Pressemitteilung.

Rund 2.500 angehende Jäger hatten sich in Bayern zu den Jägerprüfungen gemeldet. Im Vergleich zu den letzten zehn Jahren habe sich die Anzahl der Prüflinge damit nahezu verdoppelt. Auch der Frauenanteil nimmt weiter zu. Waren es vor 30 Jahren gerade einmal acht Prozent Frauen, die an der Jägerprüfung teilgenommen haben, so habe sich auch ihr Anteil verdoppelt: Mittlerweile sind 7.000 Waidfrauen sind in Bayern auf Feld und Flur unterwegs. Insgesamt zählt das Bundesland 70.000 Jäger und Jägerinnen.

Die Entwicklung schreibt Brunner der Reform und Neuorganisation der bayerischen Jägerprüfung vor zehn Jahren zu: Eine zentrale Jäger- und Falkner-Prüfungsbehörde wurde in Landshut eingerichtet. Jährlich werden seitdem vier Prüfungstermine an 16 verschiedenen Standorten in Bayern angeboten. Außerdem dient ein öffentlich zugänglicher Fragenkatalog mit rund 1.200 Fragen als Vorbereitung für die Prüfung. „Die Reform hat es ganz offensichtlich geschafft, die Jägerprüfung durch zusätzliche Termine und Standorte nachhaltig attraktiver zu machen“, resümierte er.

Eine positive Entwicklung hin zur Jagd lässt sich allgemein feststellen – nicht nur regional, wie in Bayern, sondern auch über Deutschland hinaus: Die Jägerschaft wird immer jünger (wir berichteten hier) und auch immer mehr Frauen gehen auf die Pirsch (wir berichteten hier und hier).

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