Jäger von Hornissenschwarm attackiert

Ein abendlicher Ansitz endete für einen Jäger aus Rheinland-Pfalz im Krankenhaus

Eine Hornisse im direkten Größenvergleich mit einer Wespe (Foto: Thomas Wilfert)

Eine Hornisse im direkten Größenvergleich mit einer Wespe (Foto: Thomas Wilfert)

Bei Lettweiler, einer kleinen rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach, wurde ein Jäger am Sonntagabend (06.09.2020) von einem Schwarm Hornissen angegriffen und dabei von mehreren Tieren gleichzeitig gestochen.

Aufgrund einer daraus resultierenden extremen allergischen Reaktion des 79-Jährigen auf die Hornissenstiche, musste der Waidmann mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden, berichtet die Polizeidirektion Kaiserslautern am gestrigen Montag.

Seine Fahrzeugschlüssel und das Jagdgewehr samt Munition, stellte die Polizei sicher.

 

Die Redaktion von Natürlich Jagd wünscht dem Jagdkollegen eine baldige Genesung!

 

(Anm. d. Redaktion) Kleine Tipps aus der Praxis:

- Hornissen sowie auch Wespen nutzen gerne geschlossene Hochsitze, um ihre Nester geschützt vor Witterungseinflüssen zu bauen. Um in die Sitze zu gelangen, fressen sie sich oftmals durch das Holz der Kanzelwände oder zwängen sich durch etwaige Spalte bei Fenstern oder Türen. Dies kann man so gut wie nicht verhindern – doch finden die Tiere auf der Suche nach einem geeigneten Platz zur Erbauung ihres Nestes ein schon vorhandenes vor, so setzen sie ihre Suche fort.

Eine Nest-Attrappe ist dabei ganz leicht hergestellt, indem man einfach eine von diesen meist braunen Papiertüten, die man in manchen Einkaufsmärkten zum Transport der Waren mitnehmen kann, ein wenig mit Papier o. ä. ausstopft und in einer Ecke des Sitzes mit einem Nägelchen anheftet. Für Hornisse und Co. scheint das Hotel Hochsitz so besetzt und sie werden sehr wahrscheinlich keinen Einzugsversuch mehr unternehmen.

- Manches Mal kann man an Ansitzeinrichtung angebrachte Vogelhäuser sehen. An sich eine sehr gute und auch sinnvolle Sache, wenn nicht Hornissen sowie Wespen auch diese Möglichkeit gerne ergreifen und ihre Nester in den Vogelhäuschen beginnen zu bauen. Oftmals wird das so begonnene Nest derart groß, dass von dem ursprünglich besiedelten Vogelhaus so gut wie nichts mehr zu sehen ist. Es ist daher ratsam, die Vogelhäuser an anderer Stelle in Wald oder Feld anzuhängen, damit die Ansitzeinrichtung auch weiterhin nutzbar bleibt. Da gerade Hornissen äußerst aggressiv auf Störungen reagieren können, wenn sie ihr Nest bedroht sehen, sollte die Stelle auch in gewisser Entfernung zu Wald- oder Feldwegen ausgewählt werden, damit auch Spaziergänger nicht unter den Angriffen der Tiere zu leiden haben.

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