Jäger stirbt durch verspeiste Eichhörnchen

Im US-Bundesstaat New York ist ein Jäger seiner Leibspeise erlegen: Eichhörnchen. Durch die Tiere wurde er höchstwahrscheinlich mit einer seltenen Form der tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit infiziert.

Eichhörnchen am Baum

Foto: Nils Prissing

Konzentrationsschwierigkeiten, Realitätsverlust, motorische Probleme: Mit diesen schweren Symptomen wurde ein 61-jähriger Mann aus dem US-Bundesstaat New York bereits 2015 in ein Krankenhaus eingeliefert, berichtet Spiegel Online. Bereits nach wenigen Tagen hatten die behandelnden Ärzte einen Verdacht – es könnte sich um eine neue Form der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) handeln. Durch Hirnscans und eine Untersuchung der Hirnflüssigkeit wurde die Diagnose gefestigt.

Im Zuge einer Ärztekonferenz Anfang Oktober wurde der Fall wieder aufgerollt: Nach Hinweisen der Familie sind die Mediziner mittlerweile davon überzeugt, dass sich der leidenschaftliche Jäger über seine Nahrung infizierte. Mit Vorliebe habe er Eichhörnchen erlegt und auch gegessen. Unklar sei weiterhin, ob er regelmäßig das ganze Tier inklusive Gehirn verspeist habe oder nur Fleischstücke, die mit Hirnsubstanz kontaminiert waren.

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So oder so: Die Erreger der Krankheit sind sogenannte Prionen, schädliche Eiweiße, die sich im Gehirn ansammeln. Die daraus resultierende Creutzfeldt-Jakob-Krankheit kam vor allem durch den Rinderwahnsinn (BSE) in den 1990er Jahren in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Damals infizierten sich viele Menschen aus Großbritannien mit der tödlichen Krankheit, bei der das Gehirn zerstört wird und sich schwammartig auflöst. Ob in jedem Verdachtsfall wirklich eine Erkrankung mit vCJK vorliegt, kann allerdings nur mit einer postmortalen Autopsie eindeutig belegt werden. In den USA wurde diese Methode bisher nur viermal nachweislich genutzt. Bei dem 61-Jährigen Jäger, der nach fünf Monaten verstarb, ist nach wie vor unklar, ob er in dieser Form abschließend untersucht wurde.

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