Jäger schießt sich selbst in den Arm

Südtirol: Bei Schießübungen auf dem heimischen Hof verletzte sich ein 68-jähriger Mann durch einen Schuss aus seiner eigenen Waffe.

Jäger mit Gewehr im Anschlag.

Symbolbild: Pascal Beckmann

Im Ortsteil Tall der kleinen italienischen Gemeinde Schenna in Südtirol, zog sich ein 68-jähriger Jäger bei Schießübungen ernste Verletzungen zu, berichtet „Südtirol News“ mit Verweis auf die Zeitung „Alto Adige“. Als der Jäger die von ihm hergerichtete Zielscheibe kontrollieren wollte, löste sich ein Schuss aus seinem Gewehr, der am Ellenbogen des rechten Arms ein- und an seiner Schulter wieder austrat.

Die Schwiegertochter des Mannes leistete Erste Hilfe und verständigte die Rettungskräfte, die den Jäger zur Erstversorgung in ein Meraner Krankenhaus brachten. Anschließend sei er in ein Krankenhaus in Bozen überführt worden, wo er operiert werden musste. Glück im Unglück hatte der 68-Jährige, da keine lebenswichtigen Blutgefäße durch den Schuss in Mitleidenschaft gezogen worden sind. So konnte er nach wenigen Tagen das Krankenhaus wieder verlassen.

Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen eingestellt, da der Vorfall als häuslicher Unfall eingestuft wurde. Dennoch wurde die Unglückswaffe zusammen mit fünf weiteren Gewehren vorerst von der Polizei beschlagnahmt, bis die Umstände des Unfalls genau geklärt sind. Der Jäger besitzt alle Waffen legal. Dennoch könnte die zuständige Behörde dem Mann die Erlaubnis zum Waffenbesitz aufgrund des Unfalls entziehen. Eine Entscheidung diesbezüglich ist noch nicht bekannt.

Dieser und andere Fälle führen uns Schusswaffenbesitzern immer wieder vor Augen, dass bei der Waffenhandhabung äußerste Sorgfalt gewahrt werden muss – egal, wie erfahren oder routiniert man im Umgang ist!

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