Jäger durch Schuss schwer verletzt

Bei einem Jagdunfall im Mecklenburg-Vorpommern zog sich ein 70-jähriger Jäger lebensgefährliche Verletzungen zu

Ein Rettungswagen bei einer Einsatzfahrt mit Blaulicht (Beispielbild: Thorsten Töller)

Ein Rettungswagen bei einer Einsatzfahrt mit Blaulicht (Beispielbild: Thorsten Töller)

In einem Waldstück bei Groß Vielen, einem Ortsteil der Stadt Penzlin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern, ist es am Samstagabend (25.07.2020) zu einem schweren Jagdunfall mit einem Gewehr gekommen, bei dem ein 70-jähriger Jäger lebensbedrohlich verletzt wurde, berichtet die Polizeiinspektion Neubrandenburg.

Nach einer Notoperation schwebt der Waidmann, der sofort mit dem Rettungswagen in das Klinikum in Neubrandenburg gebracht worden war, nicht mehr in Lebensgefahr, benötigt aber weiterhin medizinische Betreuung im Krankenhaus. Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Polizei von einem Jagdunfall aus.

Was war geschehen? Der 70-Jährige war zusammen mit einem 59-jährigen Jäger in dem bereits angesprochenen Waldgebiet nahe Groß Vielen auf der Jagd. Nach dem Ansitz, gegen 22:30 Uhr, verstauten die Jäger, die beide nicht aus Mecklenburg-Vorpommern stammen, ihre Waffen wieder im Fahrzeug.

Nach derzeitigem Kenntnisstand löste sich dabei ein Schuss aus der Waffe des 70-Jährigen, so dass er sich selbst anschoss und dabei schwer verletzte. Da aufgrund der vorgefundenen Spuren und Auswertung der ärztlichen Untersuchung nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Schuss auch aus der Waffe des 59-jährigen Jägers gekommen sein könnte, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet.

In den kommenden Tagen sollen weitere Untersuchungen der Polizei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg erfolgen, um den Sachverhalt weiter aufzuklären. Aus ermittlungstechnischen Gründen gibt die Polizei momentan keine weiteren Details zu dem Vorfall bekannt.

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!