„Ideologische Experimente auf dem Rücken der Landbevölkerung“

Scheune mit Protestplakat

Foto: Franz Prinz Salm

Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) bringt mit seinem geplanten Naturschutzgesetz erneut den ländlichen Raum gegen sich auf. Landwirte und Waldbauern bekämpfen Remmels Pläne mit der Initiative „Naturschutz mit Augenmaß – STOP Landesnaturschutzgesetz NRW“. Im münsterländischen Coesfeld trafen sich jetzt mehr als 100 Aktive aus Land- und Forstwirtschaft, um über die Knackpunkte des geplanten Gesetzes zu diskutieren.

Nachdem Remmel bereits sein „Ökologisches Jagdgesetz“ gegen die Interessen der betroffenen Jägerschaft durchsetzen konnte (wir berichteten), plane er nun, „still und heimlich ein Naturschutzgesetz durch den Landtag zu lotsen, das die Anliegen von Eigentümern und Familienbetrieben missachtet“, erklärte Franz Prinz Salm, der zu der Veranstaltung eingeladen hatte, gegenüber Outfox-World.

Dass das geplante Gesetz wirklich die Natur schützen würde, sei mehr als zweifelhaft. Der grüne Remmel habe bezüglich der Arten, die in NRW vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben sind, gezielt die Öffentlichkeit desinformiert (wir berichteten) und wolle nun mit diesem „Märchen“ 60.000 Hektar Staatswald stilllegen. „Dies bedeutet auch den Ausschluss Erholungssuchender“, unterstrich Prinz Salm. Zudem plane der Minister entschädigungslose Stilllegungen, Vorkaufs- und Reglementierungsrechte für Umweltverbände sowie das Vorschreiben der Baumartenwahl zulasten bäuerlicher Familienbetriebe.

Die Landesregierung habe sich offenbar darauf verständigt, auf dem Rücken der Landbevölkerung ideologische Experimente durchzuführen, erklärte Prinz Salm. Dies geschehe entschädigungslos auch mit den Land- und Forstwirten im Münsterland. „Damit ist die Eigentumsfrage gestellt.“ Familienbetriebe aus Westfalen machen nun mit Bannern und Plakaten an Straßen und Höfen ihrem Ärger und ihren Sorgen Luft. Prinz Salm vermutet: „Das Thema dürfte uns bis zur Landtagswahl begleiten.“

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