Hochsitz zerstört: Jagdgegner muss ins Gefängnis

Hochsitz

Symbolbild

Ermutigendes Urteil aus Schweden: Ein Jagdgegner muss hinter Gitter, weil er eine Ansitz-Kanzel zerstörte.

Die Richter in Östersund, Provinz Härjedalen, langten kräftig zu. Neben der dreimonatigen Gefängnisstrafe verdonnerten sie den 54-jährigen Zerstörer zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von rund 1200 Euro. Der Mann stand im Verdacht, insgesamt 16 Kanzeln zerstört zu haben.

In einem Fall war die Beweislage ausreichend für eine Verurteilung: Die Ermittler fanden auf der Kamera des Angeklagten zwei Fotos einer Kanzel: einmal intakt und – 20 Minuten später aufgenommen – in Trümmern auf dem Boden liegend. Die Einlassung des Mannes, dass er zwischendurch mit seinem Fahrrad anderswo unterwegs war und mit der Zerstörung des Hochsitzes nichts zu tun hatte, überzeugte die Richter nicht.

Stattdessen stellte das Gericht fest, dass Wiederholungsgefahr bestehe und deshalb eine empfindliche Strafe angebracht sei. Nur für die Schadenersatzansprüche dreier weiterer Jagdgesellschaften genügte die Beweislage nicht.

Deftige Strafen wären auch für Antijagd-Aktivisten angemessen, die in Deutschland ihr Unwesen treiben. So rühmt sich etwa die „Animal Liberation Front“ immer wieder ihrer Taten – beispielsweise nach der Zerstörung von Hochsitzen oder Brandanschlägen auf Fuchszwinger und Schießstände.

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