Hendricks in der Kritik: „Veggie-Day durch die Hintertür“

Bundesumweltministerin macht sich mit Speiseplan-Erlass bei Landwirtschaftsminister Schmidt unbeliebt.

Barbara Hendricks

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks / Foto: BMUB/Harald Franzen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat derzeit nicht gerade ein glückliches Händchen: Nach dem Fiasko mit ihren „neuen Bauernregeln“ (wir berichteten) macht sich die SPD-Politikerin nun mit Vorschriften zum Essensangebot in ihrem Ministerium unbeliebt. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sprach gegenüber der Nordwest-Zeitung von einem „Veggie-Day durch die Hintertür“ und fragte: „Wo soll das noch hinführen?“ 

Bei Veranstaltungen im Umweltministerium soll es für die Gäste künftig weder Fisch noch Fleisch, sondern vegetarische Biokost geben. Schmidt kritisierte diese Vorschrift laut dem Bericht scharf. „Bevormundung und Ideologie statt Vielfalt und Wahlfreiheit, das blüht uns mit Rot/Rot/Grün“, sagte der CSU-Politiker. Ein Ministeriumssprecher wies die Kritik zurück: Niemand werde bevormundet, wenn er als Gast mit Speisen bewirtet werde, die der Gastgeber für ihn ausgewählt habe.

Die Mitarbeiter des Hauses Hendricks müssen nach Informationen der Bild-Zeitung übrigens keineswegs „vegetarisch darben“, sondern dürfen in der Kantine weiterhin Fisch und Fleisch verzehren. Die CDU-Ernährungsexpertin Gitta Connemann empörte sich über diesen „Etikettenschwindel“.

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