Hendricks’ „Bauernregeln“ bringen Bauern in Rage

Die Bundesumweltministerin steht wegen einer neuen PR-Kampagne massiv in der Kritik.

Barbara Hendricks

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (Foto: BMUB/Thomas Imo)

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat mit ihrer neuen „Bauernregeln“-Kampagne die deutschen Landwirte gegen sich aufgebracht. Laut Medienberichten investierte die SPD-Ministerin 1,6 Millionen Euro, um Sprüche entwickeln zu lassen wie „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“. Unter anderem forderte der Verein „Familienbetriebe Land und Forst“ (FABLF) von Hendricks eine Entschuldigung für die pauschale Verhöhnung der Bauernschaft.

„Mit diesen Bauernregeln macht sie sich über 260.000 landwirtschaftliche Familienbetriebe lustig und wertet deren harte Arbeit ab“, kritisierte der Vorsitzende des FABLF, Michael Prinz zu Salm-Salm. Durch die Kampagne suggeriere die Bundesumweltministerin, dass alle Bauern flächendeckend gegen die Umweltschutzgesetze in Deutschland verstießen. Diese hielten sich aber an die strengen gesetzlichen Vorgaben und kümmerten sich um ihr Land. Während ein Teil der Bundesregierung, nämlich das Bundeslandwirtschaftsministerium, versuche, die Lebensbedingungen der Bauern erträglich zu halten, greife das Bundesumweltministerium die Landwirte öffentlich an, erklärte Prinz zu Salm-Salm.

Wie agrarheute.com berichtet, hat Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) seine Kabinettskollegin aufgefordert, die „Bauernregeln“-Kampagne umgehend zu beenden und sich öffentlich zu entschuldigen. Der Deutsche Bauernverband sah dem Bericht zufolge „einen neuen Tiefpunkt in der agrarpolitischen Auseinandersetzung erreicht“. Laut proplanta.de wies ein Sprecher des Umweltministeriums die Kritik zurück. Durch die Aktion werde niemand persönlich angegriffen und es werde auch kein Berufsstand diffamiert.

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