Hasenpest in Koblenz nachgewiesen

Im rheinland-pfälzischen Koblenz wurde die Hasenpest bei zwei verendeten Feldhasen festgestellt. Die sogenannte Tularämie ist eine Zoonose, mit der sich auch Menschen anstecken können.

Feldhase auf den Läufen

Foto: Carol Scholz

Im Jagdbezirk Koblenz-Güls ist die Hasenpest ausgebrochen. Die bakteriellen Erreger der sogenannten Tularämie wurden bei zwei verendeten Feldhasen nachgewiesen, berichtet die WELT. „Im Gegensatz zu gesunden Feldhasen zeigen an Hasenpest erkrankte Tiere in der Regel kein typisches Fluchtverhalten, sondern lassen Menschen scheinbar ohne Scheu an sich herankommen. Man darf dennoch keinesfalls die Tiere anfassen“, so die Leiterin der Veterinärbehörde, Gertrud Klumpp.

Die meldepflichtige Erkrankung ist eine Zoonose, wird also mitunter vom Tier auf den Menschen übertragen (wir berichteten). Eine Infektion mit der Hasenpest kann beim Menschen tödlich verlaufen – wenn sie nicht erkannt und entsprechend behandelt wird. Bei frühzeitiger Diagnose stünden die Heilungschancen, laut dem Landesuntersuchungsamt, sehr gut. Typische Symptome einer Infektion seien denen der Grippe sehr ähnlich: Fieber, Abgeschlagenheit, Übelkeit und Durchfall.

Ein Sprecher des Landesjagdverbands weist aus diesem Grund nachdrücklich darauf hin, keine Tiere anzufassen und auch Hunde fernzuhalten. Auffällige Tiere sind dem Veterinäramt der Kreisverwaltung zu melden.

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