Grünes Licht für „Fellwechsel“

Das Pilotprojekt „Fellwechsel“ zur nachhaltigen Nutzung von Fellen wird bundesweit von den Jägern gut angenommen – auch die dazugehörige Abbalg-Station steht nun in den Startlöchern.

Fuchsfelle

Foto: Gaertringen

Statt die Pelze von erlegten Mardern, Waschbären und Füchsen wegzuwerfen, sollen sie zu wertvollen Naturprodukten weiterverarbeitet werden – „Fellwechsel“ heißt das Pilotprojekt dahinter. Der Deutsche Jagdverband hatte es im Frühjahr 2017 gestartet, um die Jagd auf heimisches Raubwild nachhaltiger zu gestalten (wir berichteten). Schon seit längerer Zeit stößt das Projekt bei den Jägern auf viel Interesse (wir berichteten) – jetzt gibt es jetzt auch von behördlicher Seite grünes Licht.

Wie proplanta.de berichtet, liegen mittlerweile alle Genehmigungen vor, um die geplante Abbalgstation im Januar 2018 in Betrieb zu nehmen. Diese entsteht gerade in Rastatt (Baden-Württemberg), wo das Fell der gesammelten Tierkörper abgezogen und an Gerbereien weitergegeben wird.

Projektleiter Frederik Daniels erzählt, dass es bundesweit inzwischen über 50 Sammelstellen gebe, bei denen Jäger erlegte Füchse, Iltisse, Marder, Nutrias oder Waschbären abgeben können. Die Tiere werden dort in Tiefkühltruhen gelagert, bis sie in Rastatt weiterverarbeitet werden. Daniels vermutet, dass es bis Ende des Jahres wohl mehr als doppelt so viele Sammelstellen geben wird. Kreisvereine und Hegeringe können unterdessen selbst tätig werden und Sammelstellen einrichten, um erlegtes Raubwild tiefgekühlt zwischenzulagern, bis es im Januar weitergehen kann.

Das Projekt des Deutschen Jagdverbandes entsprang der Idee, die Felle von erlegtem Raubwild nachhaltiger zu nutzen. Denn nur ein kleiner Teil davon wird bislang auch tatsächlich verwertet. Mit „Fellwechsel“ sollen zudem Verbraucher dazu animiert werden, keine Zuchtpelze aus zweifelhafter Haltung zu erwerben und stattdessen auf ein Naturprodukt aus heimischer, tierschutzkonformer Jagd zu setzen.

Weitere Informationen für Jäger gibt es auf Fellwechsel.org.

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