„Gefährlicher Unfug“: Unbekannte Eindringlinge lassen 360 Kühe frei

Im brandenburgischen Zixdorf ärgern sich die Verantwortlichen einer Agrargenossenschaft über den zweiten Vorfall innerhalb von zwei Wochen.

Kühe auf der Wiese

Symbolbild: algraria

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen haben unbekannte Täter jetzt im brandenburgischen Zixdorf Kühe in großer Zahl aus ihren Ställen freigelassen. Gegenüber der Märkischen Allgemeinen wies der betroffene Landwirt ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei der vermeintlichen „guten Tat“ der Stalleindringlinge um „gefährlichen Unfug“ handele, der für die Tiere „puren Stress“ bedeute.

Dem Bericht zufolge öffneten die Täter nachts „offenbar mit viel Mühe“ sämtliche Tore an zwei Gebäuden einer Agrargenossenschaft. Insgesamt 360 Kühe liefen dadurch auf das 5000 Quadratmeter große Gelände des Betriebs. Milchviehhalter Klaus Grieger verständigte die Polizei und war beruhigt, dass wenigstens keine Kuh auf die Straße oder sogar ins Dorf hinein gelangt war. Die Mitarbeiter hätten einen Tag lang damit zu tun gehabt, die Tiere wieder einzufangen und an ihre Plätze in den Ställen zu „sortieren“.

Grieger betonte, falls „Tierschützer“ hinter der Tat stecken sollten, habe er keinerlei Verständnis dafür. Der Stress für die Tiere habe ihren Stoffwechsel komplett durcheinandergebracht. „Das haben wir in den täglich zunehmenden Werten der Milchproben sofort gesehen“, sagte Grieger der Zeitung. Negative Auswirkungen auf die Milchqualität könnten schnell finanzielle Schäden von mehreren Tausend Euro bedeuten.

Wenn vermeintliche „Tierfreunde“ Befreiungsaktionen starten, führt das leider oft zu Schäden und Leid als zu mehr „Tierwohl“. So töteten Aktivisten im vergangenen Jahr in den USA gleich Tausende von Minken (wir berichteten). In Sachsen-Anhalt wurden rund 350 Schweine aus ihren Ställen freigelassen (wir berichteten) und erst vor wenigen Wochen brachte in Karlsruhe eine Zaun-Zerstörung Rotwild und Menschen in Gefahr (wir berichteten).

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