Gebührenerlass soll Schwarzwild-Jagd erleichtern

Weil es zu viele Wildschweine gibt, schafft der Kreis Germersheim zusätzliche Anreize für Jäger. Die Gebühr für Trichinen-Untersuchungen gibt es bei jungen Wildschweinen ab sofort zurück.

Frischlinge

Foto: Carol Scholz

Jäger, die Frischlinge schießen, erhalten im Kreis Germersheim (Rheinland-Pfalz) die Gebühr für die Trichinenschau zurückerstattet. Wie die Rheinpfalz berichtet, soll damit die Abschussquote erhöht und die Seuchengefahr verringert werden.

Dem Bericht zufolge beschlossen die Teilnehmer des „Runden Tisches Schwarzwild“, dass Jäger bis auf Weiteres von der Gebühr für die Trichinen-Untersuchung junger Wildschweine befreit sind. Sie müssen zwar bis zu 11,30 Euro pro Tier zahlen, erhalten ihr Geld aber am Jahresende zurück. Den Jägern solle zusätzlich zu ihrem Jagdaufwand nicht mit der verpflichtenden Trichinenschau auch noch ein finanzieller Aufwand entstehen, hieß es.

Der Gebührenerlass wurde am „Runden Tisch“ beschlossen, um das Anwachsen der Schwarzwild-Population zu stoppen und dadurch auch das Risiko der Übertragung der Schweinepest zu verringern. Die Kreisverwaltung erklärte laut dem Bericht, Frischlinge bis 25 Kilogramm besäßen das höchste Risiko, Tierseuchen zu übertragen. Als weitere Maßnahmen seien das Anlegen von Schussschneisen in Maisfeldern sowie revierübergreifende Jagden vorgesehen. Den „Runden Tisch Schwarzwild“ bilden regionale Interessenvertreter von Behörden, Forst, Jagd und Landwirtschaft.

Um der Ausbreitung des Schwarzwilds Herr zu werden, wurde kürzlich in Mecklenburg-Vorpommern ein vergleichbares Pilotprojekt gestartet. Damit der Anreiz für den Abschuss von Frischlingen wächst, übernimmt im Kreis Vorpommern-Greifswald ein Versicherungsunternehmen die Kosten für die Trichinen-Untersuchung (wir berichteten). 

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