Fünf Wölfe am ersten Jagdtag

In Schweden hat nach längerer Pause wieder eine reguläre Lizenzjagd begonnen

Schnee erleichterte den schwedischen Jägern die Wolfsjagd (Beispielbild: monkansbar)

Schnee erleichterte den schwedischen Jägern die Wolfsjagd (Beispielbild: monkansbar)

Während in Deutschland bei deutlich höherem Bestand um jeden Problemwolf-Abschuss gestritten wird, hat Schweden die Abschüsse noch während der laufenden Lizenzjagd weiter angehoben.

Am Neujahrswochenende hat nach jahrelanger Pause die reguläre Lizenzjagd auf zunächst 24 Wölfe begonnen. Ziel ist Bestandsregulierung in Regionen mit hoher Wolfsdichte – vor allem im nördlichen Mittelschweden.

Der mächtige Tierschutzverband hatte versucht, die Genehmigungen vor Gericht zu kippen – vor allem mit dem Hinweis auf den EU-Artenschutz. Die Klagen scheiterten auch an der akribischen Vorbereitung der Lizenzjagd durch das zuständige Ministerium und den Reichstag.

Wie dicht der Wolfsbestand in den betreffenden Regionen ist, zeigen die Strecken. In einem der Reviere westlich der Stadt Hudiksvall wurden bereits am ersten Jagdtag bei idealer Neuschneelage fünf der insgesamt sechs zugeteilten Abschüsse vollzogen. Der sechste Wolf fiel gleich am nächsten Vormittag.

Nachdem in dieser Region ein komplettes Rudel entnommen werden sollte, erhöhte die zuständige Provinzverwaltung die Abschussquote um weitere vier Wölfe. Der Bestand sei offensichtlich noch größer als bei der ursprünglichen Zuteilung angenommen.

Drei der vier zusätzlich freigegebenen Wölfe waren bereits einen Tag später erlegt. In den übrigen Wolfsjagdgebieten waren zu diesem Zeitpunkt erst 6 von 18 Abschüssen erfüllt. Dort herrschten wegen Schneemangel deutlich schlechtere Jagdbedingungen. Am 15. Februar endet die Lizenzjagdperiode.

Die zuständigen Behörden sind sich bei der Lizenzjagd-Freigabe offenbar sehr sicher. Schweden hat unter Beteiligung von Wissenschaft und Verbänden bereits vor Jahren eine verbindliche Größe für den „Günstigen Erhaltungszustand“ der Wolfspopulation festgelegt und diesen während der vergangenen Jahre behutsam nach oben angepasst. Die jährlichen Bestandsaufnahmen über Kotproben gelten als vorbildlich.

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