Füchse im Tierpark? Fünf Kängurus totgebissen

Im sächsischen Meißen sind Raubtiere in das Gehege der „Publikumsmagneten“ eingedrungen.

Kängurus

Symbolbild

Der Tierpark der sächsischen Stadt Meißen hat auf einen Schlag fünf seiner neun Kängurus verloren. Die Tiere fielen einem Raubtierangriff zum Opfer. Im Verdacht stehen Füchse.

Wie die Sächsische Zeitung berichtet, wurden die toten Kängurus Ende vergangener Woche entdeckt. Der Chef des Tierparks, Heiko Drechsler, habe zunächst auf die Tat von Marderhunden getippt. Mittlerweile gehe er aber von Füchsen aus. An insgesamt zehn Stellen rund um das mit Betonplatten gesicherte Känguru-Gehege versuchten Tiere offenbar, sich durchzugraben. Schließlich müssen sie einen Weg gefunden haben, um die Kängurus zu attackieren.

Drechsler vermutet dem Bericht zufolge, dass die wegen der Vogelgrippe verhängte Stallpflicht für Geflügel den Raubtierangriff auf die Kängurus mit verursacht haben könnte. Da Füchse derzeit kaum Geflügel erbeuten könnten, machten sie offenbar Jagd auf größere Tiere. Der Verlust von gleich fünf Kängurus ist laut Drechsler ein schwerer Schlag für den Meißener Tierpark. Die Tiere hätten sich in den vergangenen Jahren als „Publikumsmagnet“ erwiesen.

Kängurus sorgen derzeit verstärkt für Schlagzeilen. So wird aktuell im nordrhein-westfälischen Münster nach vier entlaufenen Tieren gesucht, die von einer Familie gehalten wurden. Laut einem Bericht der Westfälischen Nachrichten sagte ein Polizeisprecher: „Bürger, die die Tiere sichten, sollen sich bei der Polizei oder Feuerwehr melden und nicht selbst rangehen.“ Diesem Ratschlag folgte ein Mann in Australien Mitte des Jahres ganz und gar nicht. Im Netz kursiert derzeit das Video eines Boxhiebs, mit dem Greig Tonkins seinen Hund aus dem Würgegriff eines Kängurus befreit:

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