Freiherr Heereman im Alter von 85 Jahren gestorben

Langjähriger Bauern- und Jäger-Präsident kämpfte leidenschaftlich für die Interessen der Menschen im ländlichen Raum.

Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck

Foto: Deutscher Bauernverband

Ein legendärer und harter Kämpfer für die Anliegen der Landwirte und Jäger ist tot: Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck, der viele Jahre lang Präsident der deutschen Bauern sowie der deutschen Jäger war, starb in der Nacht zu Mittwoch im Alter von 85 Jahren. Verbandsvertreter äußerten Trauer und Dankbarkeit.

Der leidenschaftliche Jäger Heereman, geboren 1931 im westfälischen Münster, engagierte sich sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene für die Interessen der Jägerschaft. Von 1976 bis 2004 führte er den Landesjagdverband (LJV) Nordrhein-Westfalen, von 1995 bis 2003 amtierte er zudem als Präsident des damaligen Deutschen Jagdschutz-Verbands (DJV).

Der LJV NRW trauere „mit Land und Leuten“ um seinen Ehrenpräsidenten Heereman, erklärte Präsident Ralph Müller-Schallenberg. „Er hat Zeit seines Wirkens über Jahrzehnte in einer zunehmend verstädterten Umwelt dafür gesorgt, dass der ländliche Raum und die hier lebenden Menschen von der Politik beachtet werden und ein großer Teil des Landes trotz erheblichem Strukturwandel seine Identität bewahren konnte.“ Der Landesjagdverband werde „dieser herausragenden Gestalt seiner Verbandsgeschichte und dem hochpassionierten Jäger stets ein ehrendes Gedenken bewahren“.

Für den Deutschen Bauernverband (DBV) würdigte Präsident Joachim Rukwied den verstorbenen Ehrenpräsidenten. „Freiherr Heereman hat mit seiner ihm eigenen entschlossenen, stets praxiskundigen und offenen Art nicht nur für die Interessen der Bauernfamilien in Deutschland und Europa gekämpft, sondern auch die Bedeutung des ländlichen Raums und der Landwirtschaft stark im öffentlichen Bewusstsein verankert“, betonte Rukwied. Kompetent, kommunikationsstark und mit tief verwurzelter Bodenständigkeit habe Heereman gegenüber der Politik und der Gesellschaft seine Ziele, Botschaften und Anliegen vermittelt. Der Freiherr war 28 Jahre lang, von 1969 bis 1997 Präsident des Deutschen Bauernverbands. Als Abgeordneter der CDU war er zudem von 1983 bis 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. In dieser Funktion verknüpfte er seine Arbeit als Präsident der Jäger und Bauern ideal mit dem Mandat im Bundestag.

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