Fischotter vermehren sich tüchtig

Schleswig-Holsteins Landesumweltminister Robert Habeck stellt „Jahresbericht zur biologischen Vielfalt“ vor.

Fischotter

In Schleswig-Holstein breitet sich der Fischotter aus. Wurden 2009 noch 43 Tiere gezählt, waren es 2016 schon 195. Dies geht aus dem Artenschutzbericht vor, den Landesumweltminister Robert Habeck (Grüne) jetzt vorstellte.

Der Bericht benennt die Verbreitung des Fischotters als ein Beispiel für erfolgreichen Artenschutz. Nachweise von Ottern haben sich demnach in Schleswig-Holstein im Vergleich zu 2009 mehr als vervierfacht. Die Tiere, die vor einigen Jahren aus Dänemark und Mecklenburg-Vorpommern wieder einwanderten, wurden bislang oft im Straßenverkehr überfahren. Um sie besser zu schützen, wurden nun als Querungshilfen unter anderem Absätze an Gewässerdurchlässen sowie Trockentunnel angelegt. Zudem bewähren sich dem Bericht zufolge Vereinbarungen mit der Fischerei zum Einbau sogenannter Otterkreuze in Reusen landeseigener Gewässer. 

„Die Auen als Lebensräume für Otter und viele andere Tiere und Pflanzen sind aber eine Seltenheit geworden, weil Flüsse und Bäche über Jahrzehnte begradigt wurden“, sagte Umweltminister Habeck. „Deshalb starten wir ein Auenprogramm, mit dem wir in den kommenden Jahren naturnahe Auen stärker entwickeln werden.“

Der „Jahresbericht zur biologischen Vielfalt“ belegt außerdem, dass die Schalenwildbestände in Schleswig-Holstein weiter auf einem hohen Niveau sind. „Insbesondere im nördlichen Landesteil ist dies nicht unproblematisch angesichts der Waldarmut der Region und des hohen Anteils junger, durch Wild gefährdeter Waldbestände“, heißt es dort. „Die Regulierung der Schalenwildbestände und insbesondere eine Reduzierung überhöhter Bestände bleiben eine Daueraufgabe für die Jägerschaft“, sagte Minister Habeck. Der Jagddruck bei Rotwild müsse insbesondere im Nordwesten des Landes erhöht werden.

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