Fataler Fehlschuss: Jäger verurteilt

Nach dem tödlichen Schuss auf ein Liebespaar in einem Maisfeld ist der Schütze von einem Brandenburger Gericht verurteilt worden.

Justizia

Drei Jahre muss ein 31-jähriger Jäger ins Gefängnis, weil sein Fehlschuss einen Mann getötet hat. Der Vorsitzende Richter am Amtsgericht Nauen sah es als erwiesen an, dass der Beschuldigte ganz erheblich gegen seine Sorgfaltspflicht im Umgang mit einem Gewehr verstoßen habe, schreibt Nordkurier.de. Durch einen außergerichtlichen Vergleich bekommen die Eltern des Toten außerdem ein Schmerzensgeld von 15.000 Euro. Die schwer verletzte Frau, die durch den Schuss ebenfalls getroffen wurde, bekommt 25.000 Euro Schmerzensgeld.

Im September 2015 hatte der Angeklagte an einem Maisfeld angesessen. Nach eigenen Angaben erblickte er im Feld ein Wildschwein, auf das er anlegte. Der Schuss traf allerdings ein Paar, das am Rand des Felds picknicken war. Der Mann verstarb noch am Unfallort, seine Begleiterin musste im Krankenhaus notoperiert werden (wir berichteten).

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