EU-Parlament: Jagdgegner werden abgeschmettert

Trophäe eines Hirsches

Für alle Jagdgegner im EU-Parlament war es ein schwarzer Tag. Eine jagdfeindliche Resolution für die bevorstehende Weltkonferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) in Südafrika erhielt am Dienstag keine Mehrheit. Sie wurde mit 36 zu 27 Stimmen abgelehnt. Eine Resolution, die die nachhaltige Jagd unterstützt, wurde dafür angenommen.

Die Abstimmung im Umweltausschuss kann vor allem als Erfolg für das Engagement der Europäischen Landbesitzer (ELO), des internationalen Jagdrats (CIC) und der Europäischen Föderation für Jagd und Naturschutz (FACE) angesehen werden. Die drei Organisationen setzen sich für eine nachhaltige Jagd ein und hatten den Resolutionsentwurf von drei Parlamentsmitgliedern scharf kritisiert. Dieser sah vor, jede Form der Trophäenjagd zu verbieten, egal ob gefährdete oder nicht gefährdete Arten.

 ELO, CIC und FACE hatten vor allem darum geworben, die Initiative von Norbert Lins (CDU) zu unterstützen. Dieser weist daraufhin, welche positive Bedeutung nachhaltige Jagd für Tierpopulationen und Naturschutz hat, wenn Einnahmen aus der Trophäenjagd auch an lokale Gemeinschaften gehen. Zu ähnlichen Ergebnissen war zuletzt der World Wildlife Fund (WWF) gekommen, der sich offiziell zur Trophäenjagd und dem Jagdtourismus geäußert hatte (wir berichteten).

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