Erntejagd: „Sicherheit hat oberste Priorität“

Schwarzwild

Foto: Carol Scholz

Die Zeit der Mais-Ernte bietet Jägern eine gute Möglichkeit, effektiv Jagd auf Schwarzwild zu machen. Denn wenn die Häckslermaschinen anrücken, sind die Wildschweine gezwungen, das schützende Maisfeld zu verlassen. Dass bei einer sogenannten Erntejagd stets gewisse Sicherheitstipps beherzigt werden sollten, hat jetzt der Deutsche Jagdverband (DJV) betont.

„Die Sicherheit hat bei der Erntejagd für alle Beteiligten oberste Priorität”, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Hans-Heinrich Jordan laut einer Pressemitteilung. Deshalb sei im Vorfeld der Jagd eine exakte Planung notwendig, die etwa auch das Aufstellen von Warnschildern an Straßen oder die Information angrenzender Pferde- und Viehhalter umfassen sollte. Dass es mitunter sinnvoll sein kein, auch die Polizei über eine bevorstehende Jagd zu informieren, zeigte sich zuletzt gleich zweimal: Im baden-württembergischen Neuhausen kam es kürzlich wegen einer Erntejagd zu einem skurrilen Großeinsatz der Polizei (wir berichteten). Anfang September rief eine Jagd im oberbayerischen Bad Aibling ebenfalls zahlreiche Polizeikräfte auf den Plan (wir berichteten).

In seinen Sicherheitshinweisen empfiehlt der DJV unter anderem, grundsätzlich nur von erhöhten jagdlichen Einrichtungen zu schießen. Ein ausreichender „Kugelfang“ müsse schließlich immer gegeben sein. Ideal für Erntejagden sind laut DJV mobile Ansitzeinrichtungen wie etwa Drückjagdböcke, die während des Verlaufs der Ernte umgesetzt werden können. Alle beteiligten Jäger sollten sich zudem farblich klar von der Umgebung abheben – zum Beispiel durch das Tragen von Warnwesten.

In zwei Videos hat der Deutsche Jagdverband seine Tipps rund um die Erntejagd zusammenfasst:

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